logo

合気道 - AIKIDO

  • Der Versuch einer Beschreibung.

    Die beste Art, Aikido zu verstehen, ist immer noch, es auszuüben.
    Allerdings werden einige Jahre des Trainings nötig sein, ehe man beginnen kann, die ganze Tragweite dieser Kampfkunst zu ahnen und ihren Sinn zu verstehen.
    AIKIDO ist traditionelles japanisches Budo und dennoch absolut zeitgemäß. Sein Grundprinzip ist, dass es keinen Gewinner geben kann, wenn ein Anderer Schaden nimmt. Man entwickelt seine Fähigkeiten nicht, um Gegner zu besiegen, sondern um Angreifer und Verteidiger in Harmonie zu bringen. AIKIDO ist somit weniger ein Weg des Kampfes als vielmehr ein Weg, den Kampf zu beenden. Das ist ein hoher Anspruch, doch AIKIDO ist nur oberflächlich betrachtet eine Methode der Selbstverteidigung – in erster Linie ist es ein Mittel zu Selbst-Entdeckung, Selbst-Erfahrung und zu persönlichem Wachstum. Nur wenn wir uns selbst gut kennen, sind wir in der Lage, unsere physischen, mentalen und spirituellen Kräfte miteinander zu vereinen, uns mit dem Geist des AIKIDO zu verbinden.

  • Das Wesen des Aikido

    Das AIKIDO mutet vielleicht ein wenig eigenartig oder esoterisch an, wenn man es - wie oben beschrieben - gegen den Hintergrund seiner komplexen Ethik sieht. AIKIDO unterscheidet sich von allen anderen geläufigen Formen der Selbstverteidigung. Um sein Prinzip zu verdeutlichen, müssen wir zunächst ein Mißverständnis ausräumen: Im AIKIDO gibt es keinen Angriff als Mittel zur Verteidigung. Diese Kampfkunst ist von Grund auf so defensiv und ohne jede Kampfabsicht, dass sie einfach keine Offensivstrategie lehrt. Im Training unter den Aikidoka ist Nage der Angegriffene, und sein Partner spielt die Rolle des Angreifers, den man Uke nennt.
    Uke also, der Angreifer, ist das antagonistische Element, durch dessen Vermittlung sich Nage, der Angegriffene, des Angriffs, seiner Form, Kraft und Dynamik bewusst wird, auf das hin er seine Strategie anlegt und seine Verteidigungsmittel verbessert - all dies durchaus realistisch im "Vollkontakt", aber immer im Geiste des AIKIDO. Das Können und die Vielzahl der Uke sorgen dafür, dass die Formen des Angriffs vielseitig sind: vom unentschlossenen, zögernden Angriff bis zum präzisen, raschen und wirksamen. Das bringt Nage binnen kürzester Zeit in eine Vielzahl wechselnder, nahezu unvorhersehbarer Situationen. Er ist gezwungen, sich an Ort und Stelle dem Angriff selbst anzupassen, und damit auch dem theoretischen Können des Angreifers. Ob der Angriff von einem Neuling oder von einem Experten ausgeht: Nage muss sich auf solche Weise, mit solchem Geschick und solcher Beherrschung verteidigen, dass der Angreifer nicht verletzt wird. Das Ergebnis darf nicht die mehr oder weniger vollständige Vernichtung des Angreifers (oder der Angreifer) sein, sondern nur die Wiederherstellung der Ordnung, eine Rückkehr ins Gleichgewicht, bei der Angreifer seine Angriffslust verliert. Dies ist die Harmonie, die niemals mit einer Verweichlichung gleichgestzt werden sollte. Auf dieser moralischen Ebene bewegt sich das AIKIDO.

    Als Methode der Selbstverteidigung stellt AIKIDO also hohe Ansprüche: Gefordert werden das Erlernen eines riesigen Komplexes von Verteidigungstechniken, aber auch die sichere Beherrschung eines Verhaltens, das allein eine geschickte und gültige Anwendung ermöglicht. Die körperliche Geschicklichkeit, die AIKIDO erfordert, ist die Folge intensiven Übens beim Erwerb der Verteidigungsmittel, aber sie ist auch von einer moralischen Absicht geprägt. Diese moralische Absicht, die seinen Kern ausmacht, verleiht dem AIKIDO seine menschliche und soziale Tragweite. Der Weg des Aiki als Kampfform führt zur Praxis des Gewaltverzichts. Weil AIKIDO ein echtes Mittel gegen die Gewalt sein will, schließt es zwar jedes aggressive und gewaltsame Handeln aus, lehrt aber, die Waffen der Gewalt zu kennen und zu beherrschen. In dieser Praxis wird die Gewaltlosigkeit unmittelbar angewendet, in dem Sinne, in dem die Menschen des Fernen Ostens diesen Begriff verstehen: Gemeint ist nicht passive Unterwerfung, auch nicht nur die reine Geisteshaltung, sondern ein Handeln. Und um zu handeln, in einer Umgebung, wo die Gewalt Unordnung stiftet, benutzt AIKIDO jene Mittel, um gegen die Gewalt zu kämpfen, ohne an ihr teilzuhaben.
    AIKIDO gibt seinen Schülern Gelegenheit, in perfektionistischer Weise die Techniken des Kampfes, die Waffen der Gewalt, gegen die Gewalt gebrauchen zu lernen.

  • Für wen ist das AIKIDO geeignet?

    Das Ziel des AIKIDO liegt in Reichweite jedes Durchschnittsmenschen, nicht nur des Experten und Asketen, der sein ganzes Leben darauf verwendet. Wenn auch körperliche Fähigkeiten, Geschicklichkeit und Geist bei jedem Einzelnen anders verteilt sein mögen, trägt doch jeder von allem genug in sich, um persönlich reicher zu werden durch eine Disziplin eigener Wahl, die gemeinschaftlich und in einem entspannten Klima ausgeübt wird, mit all den Impulsen und Berührungen seitens der anderen. AIKIDO eignet sich für Jugendliche ebenso wie für Erwachsene und kann auch bis in das hohe Alter ausgeübt werden und bietet zudem eine ideale Möglichkeit, die Persönlichkeit zu entwickeln, das Selbstvertrauen zu stärken und ist gleichzeitig ein Fitnessprogramm für Körper, Geist und Seele.

    Wir bieten das Training ab dem 14. Lebegnsjahr an.