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剣術 - KENJUTSU

  • Wie wir das sehen und üben.

    Ähnlich wie im Aikido schon beschrieben, ist es am besten, das KENJUTSU auszuüben.
    Man kann viele Worte schreiben, viel reden, diskutieren und lernt trotzdem nichts von dieser Kriegskunst. Denn nichts anderes bezeichnet das KENJUTSU: Die Kunst, ein Schwert im Kampf zu führen. Es gibt so unendlich viele Bücher, Essays und Dokumente, die sich mit dem japanischen Schwert und seiner Handhabung beschäftigen. Genau so gibt es unendlich viele Stile, Formen, Systeme, Ansichten und Meinungen, was denn nun das KENJUTSU sei. Bekannt ist, dass die ersten Schwerter in Japan im frühen 4. Jahrhundert hergestellt wurden. Da liegt die Vermutung nahe, dass sich die Menschen seit dieser Zeit auch mit der Handhabung dieser Waffe beschäftigen. Die ältesten - bekannten - Unterrichtssysteme entstanden im 14. Jahrhundert. Wer will also heute schon mit absoluter Gewissheit sagen, dass diese oder jene Schwertschule (-stil) die/der ursprüngliche und einzig wahre sei...
    Wir wollen uns an dieser Diskussion nicht beteiligen, denn wir sind weder Historiker, noch haben wir die Bürde und müssen die Tradition einer Schwertkunst-Familie wahren. Vielmehr haben wir die Möglichkeit, Techniken aus verschiedenen Systemen zueinander zu führen und damit eine höhere Vielfalt und Flexibilität zu erreichen. So finden sich in unserem Training Grundtechniken aus dem Shintō Musō-ryū, Kata aus dem Kashima Shin-ryū oder Kampfformen aus dem Yagyū Shinkage-ryū. Dass dieser Weg durchaus streitbar ist, ist uns bewusst. Nicht der Kampf und der Stil stehen bei uns im Vordergrund einer Handlung, sondern das Überwinden einer dualistischen Situation. Der ideale Sieg in der Schwertkunst ist derjenige, der ohne Kampf oder Waffeneinsatz erreicht wird.

  • Unser Training

    Das Training setzt sich aus Grundschultechniken (Kihon), Schnittübungen (Suburi), festgelegten Bewegungsabläufen (Kata), dem Partnertraining (Kumitachi), der Theorie und Meditation (Meisou) aber auch dem 'freien Kampf im Vollkontakt' (Bunkai) zusammen. Dabei werden sowohl Techniken Schwert gegen Schwert als auch gegen andere Waffen (Stock, Messer bzw. unbewaffnet) praktiziert.
    Wir üben mit dem Bokken - dem traditionellen japanischen Holzschwert, dem Fukuro Shinai - einem Bambusschwert, welches mit Leder überzogen wurde, dem Wakizashi (Kurzschwert) - aber auch mit dem Iaito, also einem stumpfen japanischen Schwert (Katana) mit echter Klinge, sofern der Trainierende weit fortgeschritten ist. In den fortgeschritttenen Übungsjahren werden auch Tameshi-giri (Schnitte mit dem scharfen Schwert durch Reisstrohmatten, Bambus oder Strohbündeln) geübt, um die Präzision der Richtung, der Geschindigkeit und der Kraft weiter zu steigern.

    Ihr benötigt zum Training die traditionelle Trainingsbekleidung Hakama, Gi, Obi sowie Bokken, Jo und Tanto. Mehr Infos zur Ausrüstung bekommt ihr hier.

  • Für wen ist das KENJUTSU geeignet?

    Das KENJUTSU schult in hohem Maße die körperliche Präzision, die Wahrnehmung, das Aktions- und Reaktionsvermögen. Ausdauer und Körperbeherrschung ebenso die Koordination von Körper und Geist werden erweitert. Durch das Training erhält man im Laufe der Zeit ein völlig neues Raum- und Zeitgefühl. All diese Eigenschaften sind weder an eine Altersgrenze, noch an ein Geschlecht, nicht an eine geistige Entwicklung oder an eine körperliche Fitness gebunden. Die Ausübung ist bis in das hohe Alter möglich.

    Wir bieten das Training ab dem 14. Lebegnsjahr an.